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Renaissance der Dreier-Abwehr

In Südamerika und Italien begann eine Entwicklung, die Josep Guardiola mit dem FC Barcelona perfektionierte: die Dreier-Abwehr. Spanien feierte die "Revolution Pep". In Deutschland lässt sie auf sich warten - aber nicht mehr lange.

Von Pep Guardiola war es womöglich nicht beabsichtigt. Doch die Vertreter des FC Villarreal, die nach dem 0:5 zum Liga-Auftakt gegen den FC Barcelona ohnehin zutiefst gedemütigt waren, fühlten sich endgültig bloßgestellt, als Gurdiola vor die Presse trat.

"Wir haben eine unglaublich gute Leistung gezeigt. Damit ist unsere Vorbereitungsphase beendet und die richtige Saison kann nach der Länderspiel-Pause beginnen", sagte Guardiola nach dem Sieg über Villarreal.

Der Barca-Coach sah den ersten Spieltag gegen den letztjährigen Vierten der Primera Division und Europa-League-Halbfinalisten nicht als ernsthaften Wettstreit, sondern angesichts der Ausfälle in der Abwehr (Puyol, Pique, Alves) als willkommene Gelegenheit zum Proben einer taktischen Grundformation, die vermutlich einige Nachahmer finden wird: die Dreier-Abwehrkette.

  

Erinnerungen an das "Dream Team"

Wobei die Neuerung eher eine Renaissance bedeutet: Schon Barcelonas "Dream Team" Anfang der 90er Jahre mit Johan Cruyff als Trainer und Guardiola als taktgebendem Sechser variierte zwischen einer Vierer- und einer Dreier-Abwehr.

Nun besann sich Guardiola an die glorreichen Tage und macht sein grandioses Team noch grandioser, weil es unberechenbarer ist. "In dieser Nacht wurde eine neue Mannschaft geboren", jubelt "El Pais". "El Mundo Deportivo" schreibt: "Revolution Pep!" In Spanien ist nun die Rede von "Cruyffismo 3.0".

Doch so groß Guardiolas Schaffenskraft ist - im Grunde folgt er nur einer Entwicklung des Weltfußballs, die vor allem in Südamerika und Italien schon vor Jahren eingeleitet wurde.

Das 3-5-2 als Identität

Chile gehört zu den aus taktischer Sicht interessantesten Nationalteams der jüngeren Vergangenheit und fand unter Ex-Trainer Marcello Bielsa im 3-3-1-3/3-5-2 eine eigene Identität. Uruguay, Gewinner der Copa America 2011, WM-Vierter 2010 und die derzeit dominante Kraft des Kontinents, läuft mehrheitlich im 4-4-2 und 4-2-3-1, je nach Gegner und Personallage aber eben auch im 3-5-2 auf.

In der Serie A fand die Dreierkette vor allem in der vergangenen Saison wieder Eingang und Beachtung, denn Napoli und Udinese fuhren damit erstaunliche Ergebnisse ein. Udines Francesco Guidolin setzt auf ein 3-5-2, Napolis Walter Mazzarri auf ein 3-4-2-1.

Als erster Großklub schwenkt in der Saison 2011 Inter Mailand auf die Dreier-Abwehrkette um. Der neue Cheftrainer Gian Piero Gasperini bevorzugt ein 3-4-3, in der er zuvor den FC Genua spielen ließ. Heißt: Mit Inter, Napoli und Udine verzichten drei der vier besten Mannschaften der vergangenen Serie-A-Saison auf einen nominellen vierten Verteidiger.

"Der Fußball wurde gemacht, um anzugreifen. Deshalb ist es positiv, dass einige unserer Mannschaften ein System mit drei Verteidigern wählen, das das Offensivspektakel fördert", sagt Milans Trainer-Legende Arrigo Sacchi und gibt damit eine Erklärung dafür, welchen Vorteil eine Dreier-Reihe mit sich bringt.

Artikel; SPOX

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